Mecklenburg Vorpommern
August 2009
"Far East"
Im August
2009 war es soweit. Der Wecker von Frank klingelt
um kurz nach 3 Uhr in der Früh.
Noch kurz bleibt er
liegen, ich mag mich kaum bewegen und schon springt er aus dem Bett und sagte:“
So mein Schatz, AUFSTEHEN ! wir wollen los, bevor die Autobahn wieder dicht ist“
Nachdem ich mich
dann noch mal umgedreht habe gebe ich dann in der Kulisse von Utensilien
Packgeräusche endlich auf.
Schnell mal eben
frisch machen, Zähneputzen dies und das und schon können wir los.
Als wir dann ein
paar Kleinigkeiten in den Wagen räumen fing Frank zu lachen an.
Ich stand nämlich
mit meinem knallroten Beauty-Case vor dem Kofferraum und suchte noch einen
geeigneten Platz dafür. Aber er war so lieb und packte ihn mir mit einem grinsen
im Gesicht in den Kofferraum.
Die Fahrt sollte
nun losgehen und uns standen 3 Nächte zur Verfügung. Kinder waren sicher
untergebracht, was auch der Grund ist, warum wir eben nicht mal eben so
zwischendurch mal zusammen fischen gehen können.
Dadurch das Frank seinen Angelshop auf
www.fantastic-carp.de

betreibt sowie in der
Produktweiterentwicklung bei B.Richi tätig ist, habe ich natürlich auch eine
komplette Ausrüstung von B.Richi Tackle. Hier schaut er sich gerne ein paar
Fertigkeiten von mir an:
z.B. ob eben ein
Nichtprofi (wie ich mich selbst bezeichne) den Sachen überhaupt gewachsen ist.
Das fängt oftmals damit an, das er sich gern anschaut, wie ein Laie der ein
bestimmtes Zelt noch nie aufgebaut hat ,mit diesem zurecht kommt, und wie lange
es dauert, bis er es ohne große Probleme schafft.Hier entwickelt er dann meist
wieder neue Ideen oder Verbesserungsvorschläge.
Nach zweieinhalb
Stunden Autofahrt eine schöne ausgedehnte Kaffeepause mit Frühstück.
Eine Stunde später
kommen wir dann an unserem Zielsee an.
Wir hatten uns mit
den Kindern 2 Wochen zuvor mit dem Wohnmobil die Gegend angeschaut. Somit
wussten wir bei unserer Ankunft auch schon, wo wir fischen wollten. Das spart
dann schon eine Menge Zeit, wenn man bedenkt, dass wir noch nicht einmal 4 Tage
bleiben konnten.
Wir haben den Platz
nicht nach Spots ausgesucht, sondern einfach vom Bauch heraus, der uns optisch
am besten gefiel. Es ging uns von vorn herein nicht nur um den Fang, sondern um
die Ruhe, die dieser Ort hier ausstrahlte. An einem See von über
240ha gab es nur eine handvoll Angelplätze. Die
Bootswanderer waren von Zeit zu Zeit mal mit dem Fernglas auszumachen und ein
Fischadler kreise dort seine Bahnen.Fischotter und Biber tummelten sich in der
großen Schilfplatte um uns herum.
Am Angelplatz
angekommen teilten wir uns dann die Arbeit. Ich durfte unser Lager herrichten
und Frank sprang in das Bombard und setzte schon mal die Marker. Auf einer
Fläche von bestimmt 2 Fußballfeldern hatte er nichts gefunden. So fischten wir
dann eben in verschiedenen Tiefen von 1,1 Meter bis 2,2 Meter blindlings
geradeaus. An jedem Marker fütterte er gleich ca. 5kg Pellets und einen Kilo
20mm Boilies, die wir zuvor alle halbiert hatte,
um so die Streuung etwas effektiver gestalten zu können. Die Fische sollten
erstmal innerhalb der nächsten
24 Std. überhaupt den Futterplatz auffinden
können.

Nach ca. 8 Std die
erste Aktion auf einer der Ruten von mir. Eine Brasse.
Wir hatten alle
Ruten doppelt bestückt. Es wechselte zwischen 2 Boilies, ein Pellet/Boilie oder
aber auch 2 zueinander seitenverkehrt aufgezogene Pillen. Ich fischte 3 Ruten
Frucht, mein Mann wagte sich eher an die stinkenden fischigen Knödel.
Nun passierte nichts mehr, alles ruhig,
und der See lag abends in absoluter Stille vor uns.
Keine
Fischbewegungen außer ein paar Barsche, die ihr Dinner aus den Schilfkanten
abholten.Die erst Nacht verlief absolut ruhig, und das das war auch schön so,
weil ich mochte gar nicht daran denken aus dem warmen B.Richi Snooze 4 Season
Schlafsack raus zu müssen. So war das doch in Ordnung und ausgeschlafen morgens
bei der Tasse Kaffee war doch auch nett.
Über den Tag konnte
ich in meinen mitgebrachten Büchern lesen , Frank konnte die Köder wechseln und
eben noch mal nachfüttern.
Ein Eisvogel
besuchte uns von Zeit zu Zeit, aber jedes Mal wenn ich mich bewegt habe um die
Kamera zu bedienen war er schon wieder weg.
Am Abend konnten
wir ein kleines Feuer an der gegenüberliegenden Schilfkante ausmachen. Dort
hatten sich offenbar ein paar Bootswanderer niedergelassen, um am frühen morgen
mit dem Anbruch
des
Sonnenaufganges weiter zu paddeln.
Morgens um
5.30 Uhr wurde ich dann doch aus dem Schlafsack
gerüttelt. An meiner Rute hatte sich dann wohl ein Karpfen verfangen und sofort
sprangen wir beide ins Boot.
Frank steuerte das
Boot geradlinig auf den Fisch zu, der wie es mir erschien schon auf dem Platz
auf uns wartete. Als der Fisch dann fast unter uns war fing ich an, ihn langsam
Richtung Oberfläche zu bekommen. Nach ein paar Mal Schurbremsengesurre konnte
Frank dann die Maschen unterbringen und den Fisch ins Boot holen.
Klar war es für
mich ein schönes Erlebnis, denn Frank hatte nichts, und ich hatte einen Spiegler
in meinen Armen.
Nicht das Frauen
sich hierüber besonders stark freuen, aber es war schon toll (Grins)
Am letzten Abend
hatten wir dann noch einen Fisch verloren. Der Fisch war kurz vor dem Kescher
als er uns doch noch wieder entwischte. Ein Spiegelkarpfen von beachtlicher
Größe, soviel konnten wir beide feststellen, als er sich im Drill an der
Oberfläche zeigte.
Leider ging unsere
gemeinsame Session hier leider zu ende.
Resultat: Ein paar KLASSE TAGE inmitten
der Natur von Mecklenburg Vorpommern. Dazu noch einen schönen Fisch gefangen und
mal richtig entspannt.

Wir können euch
Lesern nicht die Menge an Fotos liefern, aber wir würden uns sehr freuen, wenn
es Spass gemacht hat den Text zu lesen. Da es sich bei den Karpfenanglern meist
um Männer handelt, versucht doch auch einfach mal eure Liebste ans Wasser
auszuführen. Stellt das Fische fangen in den Hintergrund und erlebt doch mal
zusammen ein paar schöne Tage.
Natürlich ist das
nicht „jederfraus“ Sache so in der Natur herumzusitzen, aber mit etwas Ambiente
kann man doch auch dort mal richtig entspannen.

Liebe Grüße
Melanie und Frank
van Deest
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